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/ 05.06.2013
Alfred Weber

Das Tragische und die Geschichte. Hrsg. von Richard Bräu

Marburg: Metropolis-Verlag 1998 (Alfred-Weber-Gesamtausgabe 2); 393 S.; brosch., 58,- DM; ISBN 3-89518-102-1
Nachdem der dritte Band der Gesamtausgabe bereits 1997 erschienen war (siehe ZPol 4/98: 1.696), bietet der zweite Band jetzt den Abdruck von Webers erstmals 1943 und dann erneut 1959 erschienener Studie über das Wesen und die Entdeckung des Tragischen, die er im antiken Griechenland verortet. Hier liegt auch das Schwergewicht seiner Überlegungen; sowohl vom Umfang wie vom intellektuellen Gewicht. Die ersten Abschnitte dienen der großen kultursoziologischen Zusammenschau und der Abgrenzung des nicht-tragischen Ostens vom griechischen Geistesleben, zu dem diese Kapitel hinführen. Hinter den literarischen Überlegungen steht immer auch die Geschichte, die Philosophie und die Politik des Abendlandes als weiterer Bezugsrahmen. Die einfühlsame Einleitung von Richard Bräu (7-27) informiert über Entstehungskontext und Publikationsgeschichte. Die Originalpaginierung ist als Randnote beibehalten worden. Aus dem Inhalt: Der Genius und die Geschichte; Der Eurasiatische Block von 1200 bis 400 - Kultursoziologische Dynamik; Sinndeutungen; Der Osten: 1. China, das antitragische Land; 2. Indien: Metakosmik und Verwandlung des Tragischen; 3. Vorderasien: Die Moralisierung des Kosmos und das Tragische. Die Griechen: 1. Die soziologische Dynamik; 2. Die klassische Tragödie; 3. Metaphysik der klassischen Tragödie und des Tragischen; 4. Die nachklassische Tragödie; 5. Ausblick.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.46 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Alfred Weber: Das Tragische und die Geschichte. Marburg: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7786-das-tragische-und-die-geschichte_10331, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10331 Rezension drucken
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