/ 19.06.2013
Christoph Weischer
Das Unternehmen "Empirische Sozialforschung" Strukturen, Praktiken und Leitbilder der Sozialforschung in der Bundesrepublik Deutschland
München: R. Oldenbourg Verlag 2004 (Ordnungssysteme 14); IX, 508 S.; 74,80 €; ISBN 3-486-56814-0Der Autor untersucht „die jüngere Geschichte der empirischen Sozialforschung, ihre Etablierung und Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland“ (1). Ausgangspunkt der empirischen Sozialforschung ist zum einen das Forschungsthema der sozialen Welt und zum anderen der forschungsmethodische Zugriff mittels empirischer Verfahren. Davon ausgehend gliedert Weischer seinen Untersuchungsgegenstand chronologisch und differenziert ihn in folgende drei Entwicklungsphasen: „Gründungsphase“ (1994-1965), „Große Zeit“ (1965-1980) und „Normalbetrieb“ (seit 1980). Unterhalb dieser Gliederungsebene beschäftigt sich der Autor erstens mit den Akteuren beziehungsweise institutionellen Rahmungen, zweitens den Zielsetzungen, Motiven und Interessen sowie drittens den Methoden und Methodendiskursen des Unternehmens. Detailliert zeichnet er in den einzelnen Feldern die Diskurse der empirischen Sozialforschung und diejenigen um die empirische Sozialforschung nach. Wie immer bei einem solchen Überblickswerk lässt sich die Unter- oder Übergewichtung einiger Aspekte beklagen, was aber keineswegs den hohen Informationsgehalt und die konzise Darstellung der Arbeit schmälert.
Christoph Busch (CHB)
Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Rubrizierung: 1.1 | 1.2
Empfohlene Zitierweise: Christoph Busch, Rezension zu: Christoph Weischer: Das Unternehmen "Empirische Sozialforschung" München: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21162-das-unternehmen-empirische-sozialforschung_24688, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 24688
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Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
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