/ 11.06.2013
Thomas Gil
Demokratische Technikbewertung
Berlin: Berlin Verlag Arno Spitz GmbH 1999 (Schriftenreihe des Frankreich-Zentrums der Technischen Universität Berlin 4); 230 S.; kart., 39,- DM; ISBN 3-87061-841-8Der Mensch als "ein Technisches schaffendes und ein über Technisches nachdenkendes Lebewesen" (9) ist im Hinblick auf ambivalente und unabsehbare Folgen immer drängender mit der Frage einer angemessenen Beurteilung wissenschaftlicher Entwicklungen und deren Anwendung konfrontiert. Der Prozeß der Technikbewertung wird zunächst auf der Grundlage eines medialtheoretischen Technikverständnis anhand von drei Fallbeispielen verdeutlicht: das Problem der Atomwirtschaft, die Technisierung der menschlichen Fortpflanzung sowie die neuen Informationstechnologien. In Anlehnung an den Demokratiebegriff des amerikanischen Pragmatisten John Dewey entwickelt der Autor ein Bewertungsverfahren, wonach Entscheidungen über die Art und Weise der technisch vermittelten Lebensgestaltung auf dem Urteilsvermögen autonomer Bürger basieren.
Inhaltsübersicht: 1. Technik als mediales soziotechnisches Handeln; 2. Technikbewertung; 3. Demokratische Technikbewertung.
Andreas Eis (AE)
Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
Rubrizierung: 5.42 | 5.41 | 2.261
Empfohlene Zitierweise: Andreas Eis, Rezension zu: Thomas Gil: Demokratische Technikbewertung Berlin: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9937-demokratische-technikbewertung_11717, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11717
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Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
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