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/ 18.06.2013
Tina Pohl

Demokratisches Denken in der Weimarer Nationalversammlung

Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2002 (Rechtsgeschichtliche Studien 4); XXXII, 235 S.; geb., 85,- €; ISBN 3-8300-0666-7
Rechtswiss. Diss. Bielefeld; Gutachter: C. Gusy. - Entgegen dem Titel erstreckt sich fast die Hälfte des Buches im ersten Teil auf demokratisches Denken im Vorfeld der Nationalversammlung. Dabei werden fünf große Parteien, die Rätebewegung und Hugo Preuß bzw. seine Verfassungsentwürfe untersucht. Der zweite Teil, der sich in die verschiedenen Lesungen und die Beratungen des Verfassungsausschusses gliedert, gleicht eher einem Protokoll denn einer Analyse. Das Fehlen systematischer Überlegungen und Differenzierungen (auch wenn man im Vorfeld sinnvollerweise nur schemenhaft festlegen will, was demokratisches Denken ausmacht) dürfte der Grund für die theoretische Unergiebigkeit der Arbeit sein. So wissen wir nun, dass einzelne Abgeordnete nicht demokratisch gedacht haben, auch wenn sich die fünf großen Parteien zum Schlagwort Demokratie bekannten.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 2.3115.41 Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Tina Pohl: Demokratisches Denken in der Weimarer Nationalversammlung Hamburg: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17897-demokratisches-denken-in-der-weimarer-nationalversammlung_20653, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20653 Rezension drucken
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