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/ 20.06.2013
Olaf Arndt

Demonen. Zur Mythologie der Inneren Sicherheit. Recherchen über "politische Technologien" zur Steuerung und Begütigung unruhiger Massen

Hamburg: Edition Nautilus 2005; 158 S.; brosch., 12,90 €; ISBN 3-89401-468-7
Ein nur wenig beleuchtetes Feld der Debatte über die innere Sicherheit rückt dieser Band zu „Demonen“ in den Mittelpunkt. Hinter dem Begriff des „Demon“ verbirgt sich die Abkürzung für „Directed Energy Munition“, die die Zielperson zwar außer Gefecht setzt, sie aber nicht tötet. Nach diesem Prinzip sind beispielsweise biotechnologische Gase, Klebeschäume oder Elektroschocker konstruiert. Die als „nicht-tödlich“ bezeichneten Waffen sind nach Ansicht von Arndt, Künstler aus Berlin, jedoch keineswegs eine humane Alternative zu traditionellen Waffen von Polizei und Militär. Vielmehr, so seine These, erzeugten diese neuen Instrumente eine gesellschaftliche Ohnmacht und eine Demobilisierung der Öffentlichkeit. Der Charakter des Bandes oszilliert zwischen wissenschaftlicher Analyse, journalistischer Recherche und literarischen Formen. Der Band ist neben einem Theater- und Hörstück das Ergebnis eines von der EU geförderten Kulturprojektes.
Wilhelm Knelangen (WK)
Dr., wiss. Ass., Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
Rubrizierung: 2.22.2632.343 Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Knelangen, Rezension zu: Olaf Arndt: Demonen. Hamburg: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24203-demonen_27880, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27880 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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