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/ 20.06.2013
Bernhard Nacke / Elisabeth Jünemann (Hrsg.)

Der Familie und uns zuliebe. Für einen Perspektivenwechsel in der Familienpolitik?

Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag 2005 (Christentum und Gesellschaft. Perspektiven für das 21. Jahrhundert 5); 412 S.; kart., 24,80 €; ISBN 3-7867-2527-6
„Ohne Familie ist kein Staat zu machen“ (296, 344), so lauten zwei Titel von Beiträgen dieses von der Paderborner Theologin (Jünemann) und dem Ordinariatsdirektor des Katholischen Büros in Mainz (Nacke) herausgegebenen „Familienbuches“. Den Autorinnen und Autoren geht es darum, „dass das bereit gestellt wird, was es braucht, damit Familien gegründet werden und dass das bereit gestellt wird, was Familie braucht, um die [...] Funktion, die die Gesellschaft von ihr erwartet, erbringen zu können“ (14). Dementsprechend werden im ersten Teil die Grundbedingungen von Familie aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: Darin setzt sich Karl Kardinal Lehmann aus theologischer Perspektive mit dem Generationenvertrag auseinander, Paul Kirchhof betont den Wert von Ehe und Familie aus verfassungsrechtlicher Sicht und Helmut Klages beleuchtet die Bedingungen des Funktionierens von Familie aus soziologischer Perspektive. Einen Perspektivenwechsel in der Familienpolitik fordern die Autorinnen und Autoren in Abschnitt zwei, und im dritten Teil werden gesellschafts-, verbands- und parteipolitische Konzepte und Modelle vorgestellt. Beispielsweise umreißt Renate Schmidt die Familienpolitik der Bundesregierung und Maria Böhmer stellt die parteipolitischen Ideen der CDU zu diesem Themenbereich dar. Im Vorwort schreibt Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der Deutschen Bischöfe in Berlin: „Dieses Buch macht Mut. In ihm werden zahlreiche Wege aufgezeigt, Familien zu stärken.“ (10) Aus dem Inhalt: A. Grundbedingungen Karl Kardinal Lehmann: Seid fruchtbar und mehret Euch – und ehret Eure Eltern! Biblisch-ethische Gedanken zum Generationenvertrag (17-47) Franz-Xaver Kaufmann: Eine folgenreiche Verletzung der Generationengerechtigkeit: Zu wenig Kinder (48-63) Paul Kirchhof: Ehe und Familie als Voraussetzungen für die Überlebensfähigkeit unserer Gesellschaft (64-73) Helmut Klages: Soziologische Erkenntnisse (74-83) Elisabeth Jünemann: Sozialethische Bedingungen (84-99) B. Perspektivenwechsel Bernhard Nacke: Die Selbständigkeit der Familie stärken durch eine familiare Ordnungspolitik? Der Versuch eines Denkweges (103-124) Warnfried Dettling: Familie neu denken. Für einen Perspektivenwechsel in der Familienpolitik (125-132) Ilona Riedel-Spangenberger: Reformen des Familienrechts in Deutschland seit dem 2. Weltkrieg (133-143) Max Wingen: Neu- und Höherbewertung der Elternschaft durch eine ganzheitliche Familienpolitik – wann endlich? (144-154) Gerhard Kilz: Ökonomische Aspekte einer innovativen Familienpolitik (155-170) Norbert Walter / Dieter Bräuninger: Zukunftsorientierte Familienpolitik – nicht mehr Scheckbuch (171-190) Dieter Skala: Familie und Bildung – eine politische Herausforderung (191-212) C. Konzepte und Modelle Gesellschaftspolitische Konzepte und Modelle Hans Ludwig: Erziehungseinkommen (215-229) Jürgen Borchert: Der „Wiesbadener Entwurf“ einer familienpolitischen Strukturreform des Sozialstaats: Gerechtigkeit als Schlüssel für eine nachhaltige Gesellschaftspolitik (230-237) Aloys Nacke: Handlungsfelder einer Steuerpolitik für die Familie (238-247) Ralf Konden: Grundvoraussetzungen einer verfassungsgerechten Familienförderung (248-256) Elisabeth Hoffmann: Parenting im Zusammenspiel von Eltern, Institutionen, Forschung und Politik. Konzept und internationale Erfahrungen (257-268) Joachim Drumm: Kirche für Familien – Kirche der Familien. Familienpolitische Erfahrungen und Perspektiven aus diözesaner Sicht (269-280) Hanno Heil: Familie und Pfarrgemeinde – Miteinander auf dem Weg in die Zukunft (281-285) Verbandspolitische Konzepte und Modelle Barbara Handke: Familien stärken – Positionen der Caritas (286-295) Elisabeth Bußmann: Ohne Familie ist kein Staat zu machen (296-307) Egbert Ulrich: Wie geht’s der Familie…? Familienpolitisches Konzept der KAB (308-316) Victor Feiler / Karl Michael Griffig: Familienpolitisches Konzept des Kolpingwerkes (317-215) Christa Licharz-Lichtenthäler: Familienpolitische Positionen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken und seine Positionen zu Themen in Gesellschaft und Kirche (326-335) Parteipolitische Konzepte und Modelle Renate Schmidt: Die Familienpolitik der Bundesregierung (336-343) Maria Böhmer: Ohne Familie ist kein Staat zu machen (344-351) Katrin Göring-Eckardt: Eltern sollen wählen. Grüne Familienpolitik (352-364) Jörg van Essen: Liberale Familienpolitik – Mehr Chancen für Kinder! (365-372) Regina Görner: Familie mit Erwerbstätigkeit – damit es endlich vorangeht! (373-380) Malu Dreyer: Familienpolitik in Rheinland-Pfalz (381-393) Birgit Collin Langen: Familienleben – Lebensraum Kommune. Gestalten – Quer denken – Unterstützen: Kommunalpolitische Möglichkeiten (an Beispielen der Stadt Bingen am Rhein) (394-404)
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3432.3312.35 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Bernhard Nacke / Elisabeth Jünemann (Hrsg.): Der Familie und uns zuliebe. Mainz: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22306-der-familie-und-uns-zuliebe_25443, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25443 Rezension drucken
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