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/ 18.06.2013
Jean Baudrillard

Der Geist des Terrorismus. Hrsg. von Peter Engelmann

Wien: Passagen Verlag 2003; 98 S.; 2. Aufl.; brosch., 14,90 €; ISBN 3-85165-610-5
Der französische Philosoph reflektiert in seinen Essays über die symbolische Bedeutung des Anschlags vom 11. September 2001. Seine Themen sind der „Geist des Terrorismus", die „Gewalt des Globalen" und die „Gewalt der Bilder". Darüber hinaus ist ein Gespräch mit Peter Engelmann abgedruckt. Der zentrale Gedankengang Baudrillards lautet, dass die Vereinigten Staaten das Epizentrum einer hegemonialen, anonymen Macht, der Globalisierung, darstellen. Wenn aber diese Machtakkumulation nur noch eine Selbstidentifizierung zulässt, die das Andere ausschließt, dann war der Anschlag auf das World Trade Center kein äußerer Angriff, sondern eine Art metaphorischer Selbstmord, der jedoch nicht zur Implosion der Globalisierung, sondern direkt zur Katastrophe eines Weltkrieges der Globalisierung führt. Die Provokation liegt in seiner These, dass der Terrorismus ein symbolischer Akt sei, durch den „innerhalb eines generalisierten Tauschsystems eine irreduzible Singularität wiederhergestellt" (15) wird. Aus diesem Grund fasziniert der Terrorismus den Globalisierungskritiker Baudrillard.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 2.252.235.42 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Jean Baudrillard: Der Geist des Terrorismus. Wien: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19683-der-geist-des-terrorismus_22913, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22913 Rezension drucken
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