/ 21.06.2013
Christian Hauswaldt
Der Status von Palästina. Eine völkerrechtliche Untersuchung des territorialen Status
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2009 (Leipziger Schriften zum Völkerrecht, Europarecht und ausländischen öffentlichen Recht 12); 257 S.; brosch., 58,- €; ISBN 978-3-8329-3843-7Rechtswiss. Diss. Leipzig; Gutachter: M. Kotzur, R. Geiger. – „Wem gehört das Land?“ (18) Hauswaldt untersucht den territorialen Status von Palästina aus völkerrechtlicher Perspektive und analysiert die historische Entwicklung des Palästinaproblems seit dem Jahr 1917. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf den Entwicklungen seit dem Abschluss der ersten palästinensisch-israelischen Verträge im Jahr 1993. Zunächst begründet Hauswaldt, warum das Selbstbestimmungsrecht der Völker für die Untersuchung des territorialen Status nicht relevant ist. Sodann fragt er, welche Teile des ehemaligen Mandatsgebietes Palästina welchen Völkerrechtssubjekten (z. B. Staaten) zuzuordnen sind. Er kommt zu dem Schluss, dass völkerrechtliche Grundsätze und Regeln die Grundfrage des Nahostkonfliktes nicht lösen werde. Es sei falsch zu glauben, dass allein die Anwendung des Völkerrechts zu einer gerechten Lösung des Konfliktes führen könne. Daraus resultiere, „dass in den Verhandlungen mangels rechtlicher Argumente allein die Durchsetzungsfähigkeit und -kraft der Konfliktparteien ausschlaggebend“ sei. Dies bedeute zugleich die Pflicht der an einer dauerhaften Lösung des Konfliktes beteiligten Dritten, auf die Konfliktparteien so einzuwirken, dass am Ende der Verhandlung „eine interessengerechte und tragfähige Lösung steht“ (239).
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.63 | 4.1 | 4.41
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Christian Hauswaldt: Der Status von Palästina. Baden-Baden: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/30774-der-status-von-palaestina_36570, veröffentlicht am 05.08.2009.
Buch-Nr.: 36570
Inhaltsverzeichnis
Rezension drucken
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
CC-BY-NC-SA