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/ 20.06.2013
Ruth Nattermann

Deutsch-jüdische Geschichtsschreibung nach der Shoah. Die Gründungs- und Frühgeschichte des Leo Baeck Institute

Essen: Klartext 2004; 319 S.; brosch., 24,90 €; ISBN 3-89861-331-3
Diss. phil. Düsseldorf; Gutachter: F. Wiesemann, H. Hecker. - 1955 wurde die nach dem berühmten Rabbiner von Berlin, Leo Baeck (1873-1956), benannte Wissenschaftseinrichtung zur Erforschung der deutsch-jüdischen Geschichte gegründet. Der „Council of Jews from Germany“ rief das Leo Baeck Institute (LBI) ins Leben. Welches Interesse hatte diese Emigrantenvereinigung an der Aufzeichnung der deutsch-jüdischen Geschichte und welche Bilder entwarfen die Institutsmitglieder von der Geschichte der deutschen Juden? Nattermann formuliert hierzu folgende These, die sie ihrer Arbeit zugrunde legt: „Nach der Shoah erhielt die deutsch-jüdische Geschichtsschreibung gleichsam die Bedeutung eines Denkmals für das zerstörte deutsche Judentum, als dessen letzte Erben sich die Gründer des LBI empfanden.“ (11) Die Autorin konzentriert ihre Darstellung auf die Vorphase, die Gründung und das erste Jahrzehnt des Instituts.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 1.32.12.232.355.1 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Ruth Nattermann: Deutsch-jüdische Geschichtsschreibung nach der Shoah. Essen: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22278-deutsch-juedische-geschichtsschreibung-nach-der-shoah_25410, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25410 Rezension drucken
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