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/ 21.06.2013
Stefan Aust

Deutschland, Deutschland. Expedition durch die Wendezeit

Hamburg: Hoffmann und Campe 2009; 286 S.; geb., 20,- €; ISBN 978-3-455-50132-2
„Dieses Buch ist ein subjektives Protokoll von fünfzehn Monaten erlebter Zeitgeschichte“ (7), schreibt Aust einleitend. Er habe sich an den Filmen und Texten der Filme, die er und seine Kollegen von Spiegel TV 1989/90 erarbeiteten „entlang geschrieben“ (8). Entstanden ist so ein Lesebuch aus kurzen Kapiteln, in denen meist schlaglichtartig die Entwicklungen eingefangen werden – bis hin zum Einbruch der Nachfrage nach DDR-Särgen, die aus Abfallholz hergestellt wurden. Am Beispiel der Eiskunstläuferin Katarina Witt wird anschaulich beschrieben, wie groß der Anpassungsdruck an die neuen Verhältnisse war – auch für diejenigen, die meinten, der DDR etwas zu verdanken. Die westdeutsche Absolution wurde in diesem Fall auf dem „Wetten, dass...?“-Sofa von Thomas Gottschalk erteilt: „Du hast dazugelernt?“ – „Ich hab dazugelernt, ja.“ (261)
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3152.314 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Stefan Aust: Deutschland, Deutschland. Hamburg: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/31630-deutschland-deutschland_37673, veröffentlicht am 23.02.2010. Buch-Nr.: 37673 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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