/ 11.06.2013
Michael Daxner
Die blockierte Universität. Warum die Wissensgesellschaft eine andere Hochschule braucht
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 1999; 192 S.; geb., 29,80 DM; ISBN 3-593-36271-6Daxner, bis 1998 zwölf Jahre lang Präsident der Universität Oldenburg, versucht mit diesem Essay, die Debatte über die Hochschulpolitik in Deutschland zu beleben. An zahlreichen Beispielen aus dem Alltag der Universität aufgehängt, macht er Reformvorschläge, die den "Anfang vom Ende der traditionellen Universität" (190) einläuten sollen. Das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Verwaltung, die Berufungspraxis oder leistungsabhängige Bezahlung werden dabei ebenso thematisiert wie das Verhältnis der Universität zu ihrem Umfeld oder die staatliche Studienförderung. Die Freiheit der Wissenschaft braucht autonome Hochschulen, und "um wirklich autonom zu sein, müssen Universitäten Unternehmen werden" (154). Ob Reformvorschläge oder Visionen, eine Diskussion über die Zukunft der Universitäten ist allein schon deshalb sinnvoll, weil wissenschaftliche Ausbildung und Forschung für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft essentiell sind.
Andreas Hallermann (AH)
Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
Rubrizierung: 2.343 | 2.37
Empfohlene Zitierweise: Andreas Hallermann, Rezension zu: Michael Daxner: Die blockierte Universität. Frankfurt a. M./New York: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10463-die-blockierte-universitaet_12372, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12372
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Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
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