/ 06.06.2013
Markus Driftmann
Die Bonner Deutschlandpolitik 1989/90. Eine Analyse der deutschlandpolitischen Entscheidungsprozesse angesichts des Zerfalls der DDR
Münster: Lit 2005 (Texte zu Politik und Zeitgeschichte 8); 295 S.; brosch., 24,90 €; ISBN 978-3-8258-8598-4Geschichtswiss. Diss. Marburg; Gutachter: H. K. Rupp, G. Fülberth. – Der Übergang von Entspannung (im Sinne der Ostpolitik) hin zur Wiedervereinigung als primärem Ziel der Bonner Deutschlandpolitik, der sich angesichts der Ereignisse in der DDR vom Frühjahr 1989 bis Frühjahr 1990 vollzog, wird in diesem Buch zeitlich gegliedert und analysiert. Zwar werden mitunter die Einflüsse innenpolitischer Akteure (Koalitionspartner FDP, Opposition SPD) thematisiert, doch liegt der Fokus eindeutig auf der „Leitungsebene des Bundeskanzleramtes“ (38), die als entscheidende Instanz zur Formulierung der Bonner Politik bezüglich der DDR verstanden wird. Die chronologisch vorgehende Analyse betrachtet die Deutschlandpolitik Kohls gegenüber der DDR, gegenüber den Siegermächten sowie gegenüber der deutschen Öffentlichkeit („innerdeutsche, internationale und innenpolitische Deutschlandpolitik“, 14 f.). Zwar seien die Bürger der DDR die treibende Kraft der Entwicklung gewesen, doch sei diese in „überaus wirkungsvollen Aktionen“ (276) der Regierung Kohl konsolidiert und kanalisiert worden. „Das ist ihre Leistung, nicht mehr, aber auch nicht weniger.“ (276)
Sebastian Galka (SGA)
Doktorand, Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
Rubrizierung: 2.313 | 4.21 | 2.314 | 2.315
Empfohlene Zitierweise: Sebastian Galka, Rezension zu: Markus Driftmann: Die Bonner Deutschlandpolitik 1989/90. Münster: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8956-die-bonner-deutschlandpolitik-198990_28021, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28021
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Doktorand, Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
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