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/ 05.06.2013
Christian Wolters

Die BSE-Krise. Agrarpolitik im Spannungsfeld zwischen Handelsfreiheit und Konsumentenschutz

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1998 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 374); 208 S.; brosch., 65,- DM; ISBN 3-631-33911-9
Politikwiss. Magisterarbeit Göttingen; Erstgutachter: E. Kuper. – "'Wer hat Schuld an der BSE-Krise?'" (13) Stehen die Interessen der Bürger oder die Partikularinteressen bestimmter Wirtschaftszweige im Mittelpunkt? Lassen sich Entwicklungstendenzen feststellen, die eine bessere Berücksichtigung der Verbraucherinteressen erwarten lassen? Zur Beantwortung dieser und anderer Fragen untersucht Wolters mit Hilfe der Policy-Netzwerkanalyse den Prozeß des Policy-Making im Politikfeld Agrarpolitik in Großbritannien sowie Deutschland und berücksichtigt dabei insbesondere die Rolle der EU-Agrarpolitik. Die gewonnenen Hypothesen werden in der Fallstudie "Regierungshandeln im Zusammenhang mit BSE in Großbritannien und in der Bundesrepublik Deutschland von 1988-1996" untersucht. Wolters kommt zu dem Ergebnis, daß die "engen Beziehungen zwischen Ministerien und Agrarverbänden, die durch Ressourcenaustausch und exklusive Policy-Prozesse gekennzeichnet sind", zwar unter Druck geraten sind, ihre Sonderstellung jedoch bewahren konnten. "Durch Verbraucherschutz und Handelsfreiheit – zwei Politikziele, die sich nicht immer mit Agrarinteressen vereinbaren lassen – wurden die Policy-Netze unter Veränderungsdruck gesetzt, dem sie aber weitestgehend standhalten konnten." (175)
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.52.2632.343 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Christian Wolters: Die BSE-Krise. Frankfurt a. M. u. a.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7675-die-bse-krise_10183, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10183 Rezension drucken
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