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/ 21.06.2013
Natalia Springer

Die Deaktivierung des Krieges. Zur Demobilisierung von Gesellschaften nach Bürgerkriegen

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2008; 329 S.; brosch., 39,- €; ISBN 978-3-8329-2283-2
Springers vergleichende Analyse von acht Fallstudien zeigt die unterschiedlichen Dimensionen und Probleme auf, die sich bei sogenannten EDR-Prozessen nach Bürgerkriegen ergeben. EDR-Prozesse umfassen die Entwaffnung, Demobilisierung, und Reintegration. Diese sind zentrale Komponenten aller Friedensprozesse, da nur hierdurch die Grundlage für friedliches Zusammenleben geschaffen werden kann. Ausgehend von einem Kapitel über verschiedene Arten des Krieges und seine historische Entwicklung analysiert Springer die drei Elemente dieser Friedensprozesse. Hierbei werden zunächst die jeweiligen Ziele, Definitionen und Probleme diskutiert, bevor sie dann anhand von Fallstudien spezifischer betrachtet werden. Springers Studie umfasst alle Aspekte, die in komplexen EDR-Prozessen Bedeutung haben – von der Problematik der Landminenräumung bis hin zum Gender-Aspekt. Diese Komplexität in der Analyse zeigt die unterschiedlichen Dimensionen von EDR-Prozessen ausgezeichnet auf und hebt die Studie damit auch von vergleichbaren Analysen ab, die EDR-Prozesse häufig als eindimensionale Vorgänge fassen. Springers Studie ist nicht nur für Politologen interessant, sondern ist aufgrund ihrer praktischen Ausrichtung interdisziplinär verwendbar.
Matthias Seifert (MSE)
Politikwissenschaftler, Lehrer für Gemeinschaftskunde und Englisch, Gymnasium Englisches Institut Heidelberg.
Rubrizierung: 4.414.12.612.652.672.68 Empfohlene Zitierweise: Matthias Seifert, Rezension zu: Natalia Springer: Die Deaktivierung des Krieges. Baden-Baden: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27040-die-deaktivierung-des-krieges_31569, veröffentlicht am 19.06.2008. Buch-Nr.: 31569 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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