/ 18.06.2013
Anna Große Wentrup
Die Europäische Grundrechtecharta im Spannungsfeld der Kompetenzverteilung zwischen Europäischer Union und Mitgliedstaaten. Eine Untersuchung am Beispiel von Art. 14 und Art. 16 EuGRC
Berlin: Duncker & Humblot 2003 (Schriften zum Europäischen Recht 97); 190 S.; 58,80 €; ISBN 3-428-11109-5Rechtswiss. Diss. Münster; Gutachter: B. Pieroth, J. Hellermann. - Große Wentrup fragt, ob und inwieweit Wechselwirkungen zwischen den Gewährleistungen der Grundrechtecharta und der gemeinschaftsrechtlichen Kompetenzordnung bestehen. In einem historischen Vergleich zeigt sie Parallelen zu den Verfassungsdebatten in der Paulskirche 1848, bei der Gründung des Norddeutschen Bundes 1867 und bei der Gründung des Deutschen Reiches 1871 auf. Um die Wirkungen der Gemeinschaftsgrundrechte beurteilen zu können, klärt die Autorin anschließend, wer die Adressaten der Grundrechte sind: In Betracht kommen sowohl die EU als auch die Mitgliedstaaten. Zwei Chartagrundrechte, die Unternehmerfreiheit und das Recht auf Bildung, werden exemplarisch auf ihre Wechselwirkungen mit der derzeitigen Kompetenzverteilung zwischen Gemeinschaft und Mitgliedstaaten untersucht. Sie gelangt zu dem Ergebnis, dass nichts gegen eine Aufnahme der Charta in einen europäischen Verfassungsvertrag spricht. Vielmehr ließe sich so mehr Rechtssicherheit und Transparenz erzielen.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.2 | 2.31
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Anna Große Wentrup: Die Europäische Grundrechtecharta im Spannungsfeld der Kompetenzverteilung zwischen Europäischer Union und Mitgliedstaaten. Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20289-die-europaeische-grundrechtecharta-im-spannungsfeld-der-kompetenzverteilung-zwischen-europaeischer-union-und-mitgliedstaaten_23642, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23642
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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