/ 11.06.2013
Dieter Redlich
Die Idee der Gleichheit aus dem Geist der Aristokratie. Philosophische Theorie, utopische Fiktion und politische Praxis in der griechischen Antike
Bern u. a.: Peter Lang 1999; 310 S.; brosch., 81,- DM; ISBN 3-906762-94-7Der Autor untersucht mit den methodischen Mitteln des klassischen marxistischen Historischen Materialismus die griechische Antike auf die Herkunft und die theoretischen Begründungen des Gleichheitsgedankens hin. Aus der gesellschaftlichen Praxis eines arbeitsfeindlichen aristokratischen und sklavenhaltenden Gemeinwesens sei mit dialektischer Notwendigkeit zugleich der Gedanke der Gleichheit entstanden. Redlich zitiert ausführlich aus einer Vielzahl der bekanntesten griechischen Philosophen und setzt sie zugleich mit späteren europäischen Utopien und politischen Philosophien in Beziehung. Kernpunkt bleibt aber die von Marx inspirierte Analyse der Klassengegensätze und Klasseninteressen und ihres Ausdrucks im philosophischen Überbau.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.31
Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Dieter Redlich: Die Idee der Gleichheit aus dem Geist der Aristokratie. Bern u. a.: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11089-die-idee-der-gleichheit-aus-dem-geist-der-aristokratie_13107, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 13107
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Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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