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/ 19.06.2013
Franz Urban Pappi / Eibe Riedel / Paul W. Thurner / Roland Vaubel (Hrsg.)

Die Institutionalisierung internationaler Verhandlungen

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2004 (Mannheimer Jahrbuch für Europäische Sozialforschung 8); 370 S.; kart., 49,90 €; ISBN 3-593-37463-3
Hinter dem Bonmot „Hauen und Stechen oder Vertrauen und Sprechen?“ verbirgt sich die Forschungsfrage dieses Bandes, nämlich wie sich Akteure bei internationalen Vertragsverhandlungen und in internationalen Organisationen verständigen beziehungsweise durch welche Mechanismen sie feste Regeln für ihre Interaktion etablieren. Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler - vorwiegend aus dem Umfeld des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung - diskutieren Verhandlungstheorien sowie die Entstehung und die Aufgaben internationaler Institutionen. Vorgestellt werden dabei verschiedene Organisationskontexte und deren Wirkung sowohl in genereller Hinsicht als auch im Hinblick auf spezielle Verhandlungen wie z. B. EU-Regierungskonferenzen. Aus dem Inhalt: I. Einleitung Franz Urban Pappi / Eibe Riedel / Paul W. Thurner / Roland Vaubel: Die Institutionalisierung internationaler Verhandlungssysteme als Fragestellung einer interdisziplinären Forschergruppe (11-30) II. Rational Choice versus Konstruktivismus: Ein Paradigmenstreit? Hartmut Esser: Die „Logik“ der Verständigung. Zur Debatte um „Arguing“ und „Bargaining“ in internationalen Verhandlungen (33-68) Thomas Conzelmann: Hauen und Stechen oder Vertrauen und Sprechen? Interessen und Ideen in internationalen Verhandlungssystemen (69-89) III. Institutionen. Aufgaben und Entstehung Hans Peter Grüner: Informationsaggregation in internationalen Verhandlungen und Organisationen (93-107) Andreas Lange / Carsten Vogt: Institutionenentstehung am Beispiel des Kyoto-Protokolls (109-131) Th. Jacob von Andreae: Die Internationale Arbeitsorganisation als institutionalisiertes Verhandlungssystem. Eine völkerrechtliche Betrachtung (133-170) IV. Organisationskontexte und deren Wirkung Michael Stoiber / Paul W. Thurner: Die Ratifikation intergouvernementaler Verträge. Konstitutionelle Erfordernisse und akteurspezifische Agendakontrolle (173-203) Roland Vaubel / Axel Dreher / U?urlu Soylu: Das Personalwachstum in internationalen Organisationen: Ein Principal-Agent-Problem? Eine empirische Analyse (205-231) Andreas Wald: Verhandlungen im Schatten der Hierarchie. Die Wirkung von Organisationsstrukturen in internationalen Unternehmen (233-259) Eric Linhart / Paul W. Thurner: Die Erklärungskraft spiel- und tauschtheoretischer Verhandlungsmodelle. Ein empirischer Vergleich am Beispiel des Endgames der Regierungskonferenz 1996 (261-289) V. Implementationsprobleme Bernhard Boockmann: Die Ratifikation internationaler Vereinbarungen im Bereich operativer Politik. Das Beispiel der Internationalen Arbeitsorganisation (293-320) Daniel Beck / Thomas Conzelmann: Zwischen Sanktionierung und Dialog. Die Durchsetzung von Good Governance in der Entwicklungspartnerschaft von EU und AKP (321-352) Dirk Hanschel: Die Durchsetzung internationaler Regime zum Schutz der Umwelt und Menschenrechte. Verhandlungsorientierte Institutionalisierungsformen (353-368)
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 4.14.34.434.443.6 Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Franz Urban Pappi / Eibe Riedel / Paul W. Thurner / Roland Vaubel (Hrsg.): Die Institutionalisierung internationaler Verhandlungen Frankfurt a. M./New York: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20701-die-institutionalisierung-internationaler-verhandlungen_24145, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24145 Rezension drucken
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