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/ 18.06.2013
Werner Mittenzwei

Die Intellektuellen. Literatur und Politik in Ostdeutschland 1945 bis 2000

Berlin: Aufbau Taschenbuch Verlag 2003; 563 S.; 12,50 €; ISBN 3-7466-8100-6
Mittenzwei schreibt über die Arbeitsbedingungen und politischen Zwänge der Intellektuellen in der DDR und über die Zeit der Wende hinaus. Er legt chronologisch dar, wie die SED zunächst versuchte, Einfluss auf die literarische Intelligenz auszuüben. Außerdem zeigt Mittenzwei, wie die Intellektuellen die ihnen aufgebürdete politische Rolle „in der geschlossenen Gesellschaft" (155) zum Teil gerne annahmen, wie diese Haltung dann aber nach und nach in offene Opposition umschlug. Im Zentrum steht immer wieder die Frage, welche öffentliche Rolle Intellektuelle wahrnehmen. Mittenzwei schreibt aus der Binnenperspektive. Als langjähriges Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Künste der DDR sind ihm die Arbeitsbedingungen der Intellektuellen gut vertraut. Es gelingt ihm aber in vorbildlicher Weise, die enge persönliche Verbundenheit zu seinem Thema mit wissenschaftlicher Distanz zu verbinden.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.3142.3152.35 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Werner Mittenzwei: Die Intellektuellen. Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19690-die-intellektuellen_22920, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22920 Rezension drucken
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