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/ 21.06.2013
Carl-Erich Vollgraf / Richard Sperl / Rolf Hecker (Hrsg.)

Die Journalisten Marx und Engels. Das Beispiel Neue Rheinische Zeitung

Hamburg: Argument 2006 (Beiträge zur Marx-Engels-Forschung. Neue Folge 2005); 269 S.; 17,90 €; ISBN 978-3-88619-665-4
„Er ist kein Journalist“, soll Engels 1849 über Marx geklagt haben, „und [er] wird nie einer werden. Über einen Leitartikel, den ein anderer in zwei Stunden schreibt, hockt er einen ganzen Tag, als handle es sich um die Lösung eines tiefen philosophischen Problems“ (25). Diese Einschätzung scheint allerdings vor allem der Frustation in der Schreibstube geschuldet zu sein. Tatsächlich habe sich Marx jahrelang seinen Lebensunterhalt als Journalist verdient, schreibt Jürgen Herres. Marx habe sich nicht nur in der Neuen Rheinischen Zeitung als juristisch gebildeter und liberaler Anwalt der freien Presse profiliert, sondern auch von 1852 bis 1862 als Europakorrespondent der New York Tribune eine außereuropäische Öffentlichkeit erreicht. Marx und Engels hätten für insgesamt 130 Zeitungen und Zeitschriften in zwölf Ländern geschrieben. Dieser umfangreichen journalistischen Arbeit ist dieser Sammelband gewidmet, dokumentiert wird damit eine wissenschaftliche Veranstaltung, die der Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e. V. im November 2004 abhielt. Neben dem einführenden Beitrag von Herres und einem weiteren von Michael Krätke über Marx als Wirtschaftsjournalist finden sich vor allem Aufsätze über die Neue Rheinische Zeitung im Kontext des politischen Umbruchs 1848.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.332.311 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Carl-Erich Vollgraf / Richard Sperl / Rolf Hecker (Hrsg.): Die Journalisten Marx und Engels. Hamburg: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26250-die-journalisten-marx-und-engels_30564, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 30564 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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