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/ 03.06.2013
Jost Delbrück

Die Konstitution des Friedens als Rechtsordnung. Zum Verständnis rechtlicher und politischer Bedingungen der Friedenssicherung im internationalen System der Gegenwart. Hrsg. von Klaus Dicke, Stephan Hobe, Karl-Ulrich Meyn, Eibe Riedel, Hans-Joachim Schütz

Berlin: Duncker & Humblot 1996 (Schriften zum Völkerrecht 121); 348 S.; 88,- DM; ISBN 3-428-08586-8
Die Zusammenstellung der Aufsätze macht deutlich, wofür sich Jost Delbrück sein akademisches Leben lang engagiert hat: für den Aufbau einer weltweiten Friedensordnung. Die Verwirklichung eines dauerhaften Friedens ist von Delbrück stets als eine rechtlich und politisch zu gestaltende Aufgabe betrachtet worden und es bleibt sein Verdienst, auf wesentliche Elemente eines solchen Prozesses in seinen Schriften hingewiesen zu haben. Daß er dabei als Jurist die Grenzen zur Politikwissenschaft des öfteren und bereitwillig überschritten hat, trug nicht nur zur Bereicherung der normativen Friedenswissenschaft bei, sondern hat auch seinen Eindruck in der Lehre nicht verfehlt: So ist die vorliegende Aufsatzsammlung eine Referenz der Schüler an ihren Lehrer und Grandseigneur der deutschen Völkerrechtslehre zum sechzigsten Geburtstag. Inhaltsübersicht: 1. Menschenrechte: Menschenrechte – Grundlage des Friedens? Menschenrechte und Souveränität; Die UNESCO im Dienst des Menschenrechtsschutzes: Die speziellen Gewährleistungen auf den Gebieten der Erziehung, Wissenschaft, Kultur und ihre Durchsetzung; Drittwirkung der Grundrechte durch völkerrechtliche Verpflichtungen? Human Rights and International Constitutional Cooperation; Die kulturelle und individuelle Identität als Grenzen des Informationspluralismus? 2. Europäische Friedensordnung: Regionale Zusammenschlüsse und ihre Auswirkung auf die Souveränität der Staaten - Zugleich ein Beitrag zur Frage der Funktionsfähigkeit des Nationalstaates unter den Bedingungen der modernen Welt; Die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa – Von Deklamationen über Deklarationen zu einer neuen Sicherheitsordnung in Europa? Modelle eines gesamteuropäischen Sicherheitssystems; In Search of a Lasting System of European Security – Chances and Hazards of some Models of European Security Systems; A European Peace Order and the German Question: Legal and Political Aspects. 3. Internationale Friedensordnung: Souveränität und Nationalstaat im Wandel; Die Adäquanz der völkerrechtlichen Kriegsverhütungs- und Friedenssicherungsinstrumente im Lichte der Kriegsursachenforschung; Politische Instrumente zur Beeinflussung von Regierungen: Diplomatie, Völkerrecht und internationale Organisationen; Eine internationale Friedensordnung als rechtliche und politische Gestaltungsaufgabe - Zum Verständnis rechtlicher und politischer Bedingungen der Friedenssicherung im internationalen System der Gegenwart; Peace Through Emerging International Law; Peacekeeping by the United Nations and the Rule of Law; Wirksameres Völkerrecht oder neues "Weltinnenrecht"? – Perspektiven der Völkerrechtsentwicklung in einem sich wandelnden internationalen System.
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.44.424.14.41 Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Jost Delbrück: Die Konstitution des Friedens als Rechtsordnung. Berlin: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1396-die-konstitution-des-friedens-als-rechtsordnung_1572, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 1572 Rezension drucken
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