/ 21.06.2013
Ekkehart Krippendorff
Die Kultur des Politischen. Wege aus den Diskursen der Macht
Berlin: Kulturverlag Kadmos 2009; 221 S.; 22,50 €; ISBN 978-3-86599-092-1Ekkehart Krippendorff, bis 1999 Professor für Internationale Beziehungen und Nordamerikastudien an der FU Berlin, hatte sich schon vor seiner Emeritierung intensiver mit Themen der Literatur und Kunstgeschichte befasst. In diesem Interesse artikulierte sich kritische Distanz gegenüber einem eng auf Interessendurchsetzung bezogenen Politikverständnis, dem Krippendorff – wie er in seiner Abschiedsvorlesung erklärt – durch den Versuch, „literarische Welt-Wahrnehmung, literarisches Politikverständnis und, darüber vermittelt, auch die Sprache der Literatur interdisziplinär fruchtbar zu machen“ (127) begegnen will. Dieser Band enthält – bis auf zwei Ausnahmen (Indien; Die Klugheit der Musik) – Aufsätze, die zwischen 1994 bis 2008 teils in Zeitschriften, teils in Sammelbänden erschienen sind. Trotz der Unterschiedlichkeit der behandelten Gegenstände variieren die 15 Kapitel als Leitmotiv die Überzeugung Krippendorffs, den Horizont des politischen Diskurses durch Rückbesinnung auf dessen kulturelle Dimensionen zu erweitern. Dabei steht diese Kultur der Politik stets für die Möglichkeit, sich aus den „Klammern eines macht-, gewalt- und herrschaftszentrierten Politikverständnisses befreien zu können“ (12).
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 1.1 | 5.1 | 5.42 | 2.63 | 2.64 | 2.68 | 2.23 | 4.22
Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Ekkehart Krippendorff: Die Kultur des Politischen. Berlin: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/31035-die-kultur-des-politischen_36888, veröffentlicht am 01.04.2010.
Buch-Nr.: 36888
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
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