/ 20.06.2013
Stefan Uecker
Die Rationalisierung des Rechts. Max Webers Rechtssoziologie
Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2005; XXVII, 106 S.; brosch., 16,80 €; ISBN 3-86573-148-1Soziolog. Magisterarbeit Göttingen; Gutachter: W. Rosenbaum. – Max Webers Rechtssoziologie habe bisher zu wenig Beachtung gefunden: So begründet Uecker die Wahl des Themas und den Anlass für das vorliegende Buch. Ungeachtet der Stichhaltigkeit dieser These trägt die Studie doch zum Verständnis der Weber’schen Ausführungen zum Recht etwas bei. Uecker verortet drei Schwerpunkte der Rechtssoziologie Webers: den Rechtsbegriff, den Legitimitätsglauben und die Rationalisierungsthese. Dies wird anhand von Passagen aus „Wirtschaft und Gesellschaft“ dargestellt. Seine Betrachtungen führen Uecker zu der These, dass Webers Rechtssoziologie ganz der Begriffsjurisprudenz des späten 19. Jahrhunderts verhaftet sei. Diese erscheine als Endpunkt der Rationalisierung des Rechts. So würde ausgerechnet der Soziologe Weber zu einem Kämpfer gegen Ansätze einer soziologischen Jurisprudenz, wie sie zu seiner Zeit die Freirechtsschule vertrat. Uecker wertet das als Überschätzung der formalen Rationalität des Rechts.
Sebastian Lasch (LA)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.46
Empfohlene Zitierweise: Sebastian Lasch, Rezension zu: Stefan Uecker: Die Rationalisierung des Rechts. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25756-die-rationalisierung-des-rechts_29896, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29896
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M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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