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/ 17.06.2013
Joschka Fischer

Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens

Köln: Kiepenheuer & Witsch 2005; 304 S.; geb., 19,90 €; ISBN 3-462-03035-3
Außenminister Fischer beschäftigt sich mit der Frage nach einer neuen Weltordnung im 21. Jahrhundert. Er schildert die aktuellen weltpolitischen Herausforderungen und Gefahren. Im Mittelpunkt stehen dabei die großen Akteure USA, UNO und Europa sowie die Entwicklungen im Mittleren Osten. Ausgangspunkt seiner Darstellung ist der 11. September. Doch nicht nur der islamistische Terror bestimme als neuer Totalitarismus die Agenda, sondern auch die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, die politische, soziale und ökologische Gestaltung der Globalisierung und der Aufbau und die Integration von gescheiterten oder gefährdeten Staaten. Der Autor fasst den gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Literatur zum Thema zusammen und betont dabei, die Nationalstaaten seien mit wenigen Ausnahmen zu schwach, um auf Kooperation verzichten zu können. Die neue Weltordnung müsse folglich auf Kooperation in starken inter- und supranationalen Organisationen bestehen. Insgesamt bietet das Buch wenig Neues und verharrt an der Oberfläche der benannten Probleme. Zudem wird die Lektüre durch ein fehlendes Einleitungskapitel mit zentralen Thesen und einer fehlenden schlüssigen Gliederung erschwert.
Dirk Burmester (DB)
Dr., Politikwissenschaftler, wiss. Angestellter der Freien und Hansestadt Hamburg.
Rubrizierung: 4.14.24.412.642.633.6 Empfohlene Zitierweise: Dirk Burmester, Rezension zu: Joschka Fischer: Die Rückkehr der Geschichte. Köln: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15437-die-rueckkehr-der-geschichte_17578, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17578 Rezension drucken
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