/ 21.06.2013
Reinhard Siegert
Die Staatsidee Joseph von Eichendorffs und ihre geistigen Grundlagen
Paderborn u. a.: Ferdinand Schöningh 2008 (Rechts- und Staatswissenschaftliche Veröffentlichungen der Görres-Gesellschaft, N. F. 115); 296 S.; kart., 34,90 €; ISBN 978-3-506-76393-8Rechtswiss. Diss. Regensburg; Gutachter: H.-J. Becker, D. Schwab. – „Der politische Eichendorff führe nach wie vor ein Schattendasein“ (13), schreibt Siegert, obwohl der Dichter – einer der bedeutendsten Vertreter der Romantik – explizit zu politischen Fragen Stellung bezog und eine Reihe von politischen Schriften hinterließ. Auf diese stützt Siegert seine Analyse der Staatsidee von Eichendorffs und ihrer geistigen Grundlagen, die aus der Perspektive der Rechts- und Verfassungsgeschichte erfolgt. Zu diesen Grundlagen zählt zunächst der rechts- und staatsphilosophische Diskurs der Zeit, aus dem heraus sich das politische Denken von Eichendorffs entwickelte. Der Autor beschreibt von Eichendorff als einen politischen Außenseiter im Preußen des Vormärz’, denn er habe die „Rückbesinnung auf die Staatsideale des Mittelalters“ (14) propagiert und in unzeitgemäßer Weise an der Idee des christlichen Ständestaats festgehalten sowie einen utopischen, stark theologisch geprägten Verfassungsentwurf entwickelt.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.33
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Reinhard Siegert: Die Staatsidee Joseph von Eichendorffs und ihre geistigen Grundlagen Paderborn u. a.: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27858-die-staatsidee-joseph-von-eichendorffs-und-ihre-geistigen-grundlagen_32722, veröffentlicht am 04.04.2008.
Buch-Nr.: 32722
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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