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/ 20.06.2013
Dietrich Spitta

Die Staatsidee Wilhelm von Humboldts

Berlin: Duncker & Humblot 2004 (Schriften zur Rechtsgeschichte 114); 330 S.; 79,80 €; ISBN 3-428-11457-4
Nachdem Spitta 1962 seine Dissertation zu Wilhelm von Humboldts Staatsphilosophie verfasst hat, legt er jetzt eine etwas weiter gefasste Abhandlung der Staatsidee von Humboldts vor. Er stützt sich dabei auf zwei Arten von Quellen: die staatstheoretischen Arbeiten der Jahre 1791/92 sowie die politischen Schriften der Jahre 1802 bis 1819. Spitta verbindet diese Quellen, indem er von Humboldt als philosophischen Staatsmann interpretiert, der als Politiker seine theoretischen Ideen in Anpassung an die Umstände umgesetzt habe. Dabei bildet er drei Themenschwerpunkte: erstens die Klärung der Staatsidee, was mit den Kapiteln 2 bis 4 zwei Drittel des Umfangs ausmacht; zweitens die Darstellung der politischen Umstände aus der Sicht von Humboldts, die in den Kapiteln 5 bis 8 erfolgt; drittens und zuletzt wird in Kapitel 9 das Verhältnis von Theorie und Praxis geklärt. Von Humboldt erscheint hier insgesamt als prinzipientreuer, umsichtiger Reformer mit einer liberalen Staatsidee, die über den Nachtwächterstaat hinausgeht.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 5.332.311 Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Dietrich Spitta: Die Staatsidee Wilhelm von Humboldts Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22754-die-staatsidee-wilhelm-von-humboldts_25981, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25981 Rezension drucken
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