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/ 20.06.2013
Emmanuel Lévinas

Die Unvorhersehbarkeiten der Geschichte. Aus dem Französischen von Alwin Letzkus

Freiburg i. Br./München: Verlag Karl Alber 2006; 183 S.; geb., 32,- €; ISBN 978-3-495-48163-9
Der Sammelband enthält Aufsätze und Abhandlungen des französischen Phänomenologen Lévinas aus den Jahren 1929 bis 1992. „Die Unvorhersehbarkeiten der Geschichte“ – ein Titel, den der 1995 verstorbene Philosoph selbst noch formuliert hatte – ist in den Texten, teils Gelegenheitsarbeiten, teils philosophische Studien im engeren Sinn, in sehr unterschiedlicher Weise präsent. Die Geschichte hier ist die blutige Geschichte des 20. Jahrhunderts – die Entstehung von Nationalsozialismus und Stalinismus, die Verfolgung der Juden, das atomare Wettrüsten – und deren Spuren in zentralen Werken der europäischen Philosophie. Lévinas setzt sich einerseits mit seinen eigenen philosophischen Anfängen – in Gestalt von Husserl und Heidegger – und mit dem Existentialismus Jean Paul Sartres auseinander. Stärker politische Themen sind Gegenstand von Abhandlungen der 50er- und 60er-Jahre; dazu zählen sowohl Kommentare zum so genannten Gleichgewicht des Schreckens als auch Überlegungen zum Verhältnis von Laizismus und Religion. Zwei Interviews mit dem Autor aus den Jahren 1987 und 1992 beschließen den Band.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.425.46 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Emmanuel Lévinas: Die Unvorhersehbarkeiten der Geschichte. Freiburg i. Br./München: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24682-die-unvorhersehbarkeiten-der-geschichte_28515, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28515 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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