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/ 11.06.2013
Wolfgang Schneider

Die Waffen-SS. Bildredaktion: Andreas Schrade

Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verlag 2000; 208 S.; 16,90 DM; ISBN 3-499-60936-3
Das Buch ist eine vertiefende Ergänzung zur gleichnamigen dreiteiligen Fernsehserie des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Die Dokumentation, eingeleitet durch den Historiker Bernd Wegner, bietet unterschiedliche Perspektiven auf die Truppe, die, wie Wegner schreibt, erst durch den Krieg ihre historische Bedeutung erlangte. Die Waffen-SS ist allerdings nicht nur eine "normale" Truppe, so wie sie nicht auch nur ein Terrorinstrument eines verbrecherischen Regimes war. Sie war beides und sie war es deshalb, weil "die Truppe Merkmale sowohl einer Parteiformation als auch einer staatlichen Organisation in sich vereinigte" (11). Das ausgewählte Text- und Bildmaterial, dem eine Chronologie zur Geschichte der Waffen-SS vorangestellt ist, zeichnet in drei Kapiteln den Werdegang einer Organisation nach, die als "Hitlers schwarzer Orden (1933 bis 1940)" anfangs ohne gesetzliche Grundlage entstand, deren Angehörige als "Hitlers Rassekrieger (1941 bis 1943)" in den Zweiten Weltkrieg zogen, und schließlich in der Katastrophe "Hitlers letztes Aufgebot (1944 bis 1946)" bildeten.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.312 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Wolfgang Schneider: Die Waffen-SS. Reinbek: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11992-die-waffen-ss_14311, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 14311 Rezension drucken
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