/ 20.06.2013
Yi-Tung Chang
Die Weltgesellschaft in der Perspektive der Zivilisationstheorie
Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2005; 221 S.; brosch., 26,- €; ISBN 3-86573-140-6Die Zivilisationstheorie von Norbert Elias ist das konzeptuelle Zentrum dieser Arbeit über das Verhältnis von Globalisierung und Weltgesellschaft. Chang bietet eine Textinterpretation von Elias’ „Prozess der Zivilisation“ mit Blick auf die Globalisierungsdebatte an. Die vom Begriff der Weltgesellschaft suggerierte globale soziale Integration möchte der Autor besonders dahingehend kritisch befragen, ob sich nicht zwischen transnationalen „global players“ und von politischen Entscheidungszentren entfernten Individuen ein zunehmendes Machtgefälle auftut. Im Wesentlichen stellt sein Buch freilich eine reine Konzept-Exploration dar. Zunächst stellt der Autor die Literatur zu Globalisierung und Weltgesellschaft vor. Im Anschluss plädiert Chang für eine Sichtweise der Globalisierung als Entwicklung einer Mehrebenengesellschaft mit verschiedenen Dimensionen, die mit den Elias’schen Begriffen der „Figuration“, „Modellierung“ und „Überlappung“ analysiert werden können. Mit diesen abstrakten und schwer greifbaren Begriffskombinationen möchte der Autor dessen Theorie als analytischen Bezugsrahmen für die soziologische Diskussion fruchtbar machen.
Tine Hanrieder (CTH)
M. A., wiss. Assistentin, Geschwister-Scholl-Institut, LMU München.
Rubrizierung: 2.2 | 4.1 | 5.42 | 5.46
Empfohlene Zitierweise: Tine Hanrieder, Rezension zu: Yi-Tung Chang: Die Weltgesellschaft in der Perspektive der Zivilisationstheorie Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25750-die-weltgesellschaft-in-der-perspektive-der-zivilisationstheorie_29890, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29890
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M. A., wiss. Assistentin, Geschwister-Scholl-Institut, LMU München.
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