/ 20.06.2013
Alex Geller
Diskurs von Gewicht? Erste Schritte zu einer systematischen Kritik an Judith Butler
Köln: PapyRossa Verlag 2005 (PapyRossa Hochschulschriften 63); 159 S.; 16,- €; ISBN 3-89438-330-5Die in Berkeley Rhetorik, Komparatistik und Gender Studies lehrende Butler hat in Deutschland mit ihren dekonstruktivistischen Analysen von Fragen der Subjektbildung und Geschlechterkonstitution, von Körperlichkeit und Diskurs große, gewiss auch kontroverse Aufmerksamkeit gefunden. Vor allem die politischen Implikationen einer radikalen Dekonstruktion des Subjekts sind umstritten. Wenn kohärente Identitätskonzeptionen aufzugeben sind, wie kann dann noch der Widerstand gegen diskursiv vermittelte Formen der Unterdrückung gedacht werden? Diese Problematik greift die Autorin auf und verfolgt vor dem Hintergrund der marxistischen Theorie eine ideologiekritische Auseinandersetzung mit den Arbeiten Butlers. Einsetzend mit ihrem Bezug auf Hegel und Foucault stellt Geller zunächst ihre feministische Theorie dar und diskutiert dann Konsistenzprobleme ihrer Politikkonzeption. „Auf diese Weise“ „soll eine Kritik an Butlers philosophischen Thesen formuliert werden, die einen klaren Blick auf die Schwierigkeiten ermöglicht, welche in der Divergenz zwischen Butlers theoretischem Anspruch und der daraus abzuleitenden Praxis begründet liegen“ (11).
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.46
Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Alex Geller: Diskurs von Gewicht? Köln: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24387-diskurs-von-gewicht_28124, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 28124
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
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