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/ 18.06.2013
Dietmar J. Wetzel

Diskurse des Politischen. Zwischen Re- und Dekonstruktion

München: Wilhelm Fink Verlag 2003; 330 S.; kart., 42,90 €; ISBN 3-7705-3840-4
Soziolog. Diss. Freiburg i. Br.; Gutachter: W. Eßbach. - Wetzel analysiert den „Widerstreit zwischen einem rekonstruktiv-modernen und einem dekonstruktiv-postmodernen Paradigma" (11) in der gegenwärtigen politischen Philosophie. Dem eigenen Anspruch nach geht die ihrerseits rekonstruktiv wie dekonstruktiv ansetzende Arbeit im Sinne einer „bilanzierenden Diskursgeschichte" (13) vor. Über alle in der Inhaltsübersicht angegebenen Themenfelder hinweg stellt Wetzel die moderne deutsch-amerikanische Linie der postmodernen französischen Strömung gegenüber. Seine Vorliebe gilt dabei den französischen Positionen, die er bei Emmanuel Lévinas und Jacques Derrida beginnen lässt. Im ersten Teil werden diese beiden Philosophen mit dem Denken von Jürgen Habermas konfrontiert. Im zweiten Teil stellt Wetzel ihnen die Positionen von Carol Gilligan, Drucilla Cornell und Seyla Benhabib gegenüber. Während die Protagonisten aus Teil 1 und 2 auch im dritten Teil im Zentrum stehen, widmet sich der vierte Part dem Denken Jean-Luc Nancys, das der Autor als Gegenentwurf zur Philosophie Michael Walzers präsentiert. Die jeweils reichlich zehn Seiten umfassenden „Figuren" unterstreichen die Relevanz der Theorien durch kommentierte Ausflüge in Problemfelder der zeitgenössischen Politik.
Stefan Militzer (SM)
Dr., Publizist, Frankfurt a. M.
Rubrizierung: 5.425.435.442.27 Empfohlene Zitierweise: Stefan Militzer, Rezension zu: Dietmar J. Wetzel: Diskurse des Politischen. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18947-diskurse-des-politischen_21984, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21984 Rezension drucken
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