/ 05.06.2013
Joachim Hennig
Dr. Ernst Biesten (1884-1953) Demokrat in vier Epochen
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1996 (Schriftenreihe des Ministeriums der Justiz 4); 267 S.; brosch., 84,- DM; ISBN 3-631-49684-2Biesten war von 1907 bis 1951 in chronologischer Reihenfolge "Gerichtsreferendar, Doktorand, Gerichtsassessor, Stadtassessor, besoldeter Beigeordneter von Koblenz, Kriegsteilnehmer, wieder Beigeordneter, Mitglied einer amerikanisch-deutschen Begnadigungskommission, erster Polizeipräsident von Koblenz, beurlaubter, entlassener und später in den einstweiligen Ruhestand versetzter Polizeipräsident, Prokurist und geschäftsführender Gesellschafter einer Schuhgroßhandlung, Vorsitzender eines Entnazifizierungsausschusses (Bereinigungskommission), Reorganisator der Polizei im Regierungsbezirk Koblenz, Organisator der Ausbildung des Verwaltungsnachwuchses, kommissarischer Landrat, Mitbegründer der CDU in Koblenz und Mitverfasser des Entwurfs der rheinland-pfälzischen Verfassung; zuletzt war Biesten der erste Präsident des Landesverwaltungsgerichts in Koblenz, das nach seiner Umbenennung mittlerweile Oberverwaltungsgericht Rheinland–Pfalz heißt, und erster Vorsitzender des Verfassungsgerichtshofs des Landes Rheinland-Pfalz" (15-16). Hennig, selbst Richter am Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, beschreibt mit Biester einen höheren Verwaltungsbeamten, der zwar lediglich regionale Bedeutung erlangte, aber beispielhaft für viele andere Beamte steht, die sich nicht durch die Nationalsozialisten korrumpieren ließen und später am Aufbau ihres Landes an führender Position mitwirkten.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.3 | 2.31 | 2.331 | 2.32
Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Joachim Hennig: Dr. Ernst Biesten (1884-1953) Frankfurt a. M. u. a.: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7638-dr-ernst-biesten-1884-1953_10142, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 10142
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Dr., Historiker.
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