/ 18.06.2013
Till Schelz-Brandenburg (Hrsg.)
Eduard Bernsteins Briefwechsel mit Karl Kautsky (1895-1905)
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2003 (Quellen und Studien zur Sozialgeschichte 19); LIV, 1.159 S.; geb., 129,- €; ISBN 3-593-37238-XMit Bernstein und Kautsky korrespondierten die damals wichtigsten Theoretiker der deutschen Sozialdemokratie miteinander. Schelz-Brandenburg weist in seiner Einleitung jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es in den 309 abgedruckten Briefen nicht immer um die große Politik gehe, sondern weitgehend um "ganz subjektive Sichtweisen, Befindlichkeiten, Motive und Probleme" (VII). Dennoch würden die Dokumente Anlass geben, "das traditionelle Bild vom gefallenen Revolutionspropheten Bernstein, den die englische Zivilgesellschaft bekehrt hat, zu überprüfen" (XLVII). Festzustellen sei aber auch, dass sich die Briefpartner - je weiter die öffentliche Auseinandersetzung vorangeschritten sei - immer mehr missverstanden hätten. Die Briefe seien so abgedruckt worden, dass sie einzeln zu nutzen seien. Auf formale Querverweise wurde deshalb verzichtet, es finden sich aber in den Fußnoten Hinweise auf korrespondierende Fundstellen.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.33
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Till Schelz-Brandenburg (Hrsg.): Eduard Bernsteins Briefwechsel mit Karl Kautsky (1895-1905) Frankfurt a. M./New York: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18722-eduard-bernsteins-briefwechsel-mit-karl-kautsky-1895-1905_21721, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 21721
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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