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/ 05.06.2013
Olaf Hottinger

Eigeninteresse und individuelles Nutzenkalkül in der Theorie der Gesellschaft und Ökonomie von Adam Smith, Jeremy Bentham und John Stuart Mill

Marburg: Metropolis-Verlag 1998 (Hochschulschriften 47); 415 S.; 68,- DM; ISBN 3-89518-203-6
Wirtschaftswiss. Diss. Heidelberg; Erstgutachter: M. Faber. - Daß die Werke von Adam Smith, Jeremy Bentham und John Stuart Mill mehr umfassen als Marktmechanismus oder Nutzenlehre, wird, so der Autor, in ökonomischen Kreisen kaum zur Kenntnis genommen. Diese Lücke zu schließen und zu einem ganzheitlicheren Verständnis der Theorien dieser drei Autoren zu gelangen, ist deshalb die Zielsetzung seiner Untersuchung. Dabei kommt es Hottinger vor allem darauf an, die Einbindung der marktwirtschaftlichen Konzepte von Smith, Bentham und Mill in ihren jeweiligen "gesellschaftstheoretischen und ethischen Kontext" (15) aufzuzeigen. Der Schlüssel zum Verständnis sei bei allen drei Autoren das Bild des homo oeconomicus, des an seinen Interessen und seinem Nutzen orientierten Menschen. Je nach Ausgestaltung und Stellenwert dieser anthropologischen Grundannahme - bei Bentham enger und ausschließlicher als bei Smith, bei Mill strikter auf die Ökonomie begrenzt als bei den beiden anderen - ergeben sich, so die Zusammenfassung der Darstellung, auch mehr oder weniger gravierende Unterschiede in der Auffassung von Aufgabe und Funktionieren der Ökonomie, der Gesellschaft und des Staates. Inhaltsübersicht: I. Rahmenbedingungen: Großbritannien vom 17. bis 19. Jahrhundert; II. Adam Smith und das "System der natürlichen Freiheit": 1. Einführung zu Person und Werk; 2. Ein ganzheitlicher Ansatz; 3. Individuum und Gesellschaft; 4. Ethik; 5. Die Wirtschaft als Teilbereich der Gesellschaft; 6. Die unsichtbare Hand; 7. Die notwendigen Aufgaben des Staates; 8. Die Synthese: das "System der natürlichen Freiheit"; 9. Ergebnis und Stellungnahme. III. Jeremy Bentham und die utilitaristische Gesellschaftstheorie: 1. Einführung zu Person und Werk; 2. Methodisch-philosophische Prämissen; 3. Individuum und Gesellschaft; 4. Ethik; 5. Die Ökonomie als Ausschnitt der Gesellschaft; 6. Der Staat und seine Bedeutung für den gesellschaftlichen Nutzen; 7. Synthese: ein System harmonisierender Interessen; 8. Ergebnis und Stellungnahme. IV. Ausblick: Die Theorie John Stuart Mills und ihr Verhältnis zu den Theorien Benthams und Smiths: 1. Person und Werk; 2. Methodik; 3. Menschenbild und Gesellschaftsverständnis; 4. Ethik; 5. Wirtschaft; 6. Staat; 7. Ergebnis und Stellungnahme.
Wolfgang Wagner (WW)
Diplom-Kaufmann, Dr. rer. pol., Politologe, Gütersloh.
Rubrizierung: 5.33 Empfohlene Zitierweise: Wolfgang Wagner, Rezension zu: Olaf Hottinger: Eigeninteresse und individuelles Nutzenkalkül in der Theorie der Gesellschaft und Ökonomie von Adam Smith, Jeremy Bentham und John Stuart Mill Marburg: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6889-eigeninteresse-und-individuelles-nutzenkalkuel-in-der-theorie-der-gesellschaft-und-oekonomie-von-adam-smith-jeremy-bentham-und-john-stuart-mill_9236, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 9236 Rezension drucken
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