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/ 04.06.2013
Hansjürgen Raettig

Eine Stellungnahme zu dem Buch von Daniel Jonah Goldhagen "Hitlers willige Vollstrecker". Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust. Wie erlebte ein deutscher Bürger das 20. Jahrhundert

Frankfurt a. M.: R. G. Fischer Verlag 1997; 70 S.; pb., 19,80 DM; ISBN 3-89501-543-1
Raettig, Jahrgang 1911, war Sanitätsoffizier im Zweiten Weltkrieg, arbeitete später im Bereich Hygiene und Mikrobiologie in Berlin. Die These Goldhagens, daß "gewöhnliche Deutsche" als "Hitlers willige Vollstrecker" den millionenfachen Mord verübten, ist der Aufhänger für einen subjektiven Lebensbericht eines "gewöhnlichen Deutschen", der sich kritisch mit Goldhagens Buch und dessen Thesen auseinandersetzt. Während seiner Dienstzeit in Rußland hat Raettig einen Eindruck von dem Vernichtungskrieg der Wehrmacht bekommen. Seiner Ansicht nach ist aber nur eine begrenzte Anzahl deutscher Soldaten, Polizisten und Beamter an den Verbrechen beteiligt gewesen, einmal abgesehen von den SS-Wachmannschaften der Konzentrationslager. Raettig sucht die Täter nicht unter den "gewöhnlichen Deutschen", sondern unter den "ganz gewöhnlichen Menschen" (51).
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.352.312 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Hansjürgen Raettig: Eine Stellungnahme zu dem Buch von Daniel Jonah Goldhagen "Hitlers willige Vollstrecker". Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust. Frankfurt a. M.: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6001-eine-stellungnahme-zu-dem-buch-von-daniel-jonah-goldhagen-hitlers-willige-vollstrecker-ganz-gewoehnliche-deutsche-und-der-holocaust_8175, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8175 Rezension drucken
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