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/ 19.06.2013
Andreas Wernet

Einführung in die Interpretationstechnik der Objektiven Hermeneutik

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2006 (Qualitative Sozialforschung 11); 99 S.; 2. Aufl.; brosch., 12,90 €; ISBN 978-3-8100-4142-5
Das von Ulrich Oevermann begründete Interpretationsverfahren der Objektiven Hermeneutik fußt auf der Annahme, „dass sich die sinnstrukturierte Welt durch Sprache konstituiert und in Texten materialisiert“ (11). Texte stellen „Protokolle der Wirklichkeit“ dar, über deren Analyse sich der wissenschaftliche Beobachter die soziale Welt erschließt und sie rekonstruiert. Ziel des Bandes ist es, in die Verfahren der objektiv-hermeneutischen Textinterpretation einzuführen und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der verstehenden Sozialforschung aufzuzeigen. Daher liegt der Schwerpunkt der Darstellung nicht auf theoretischen Fragen und Erwägungen. Im Zentrum des Interesses stehen vielmehr die einzelnen methodischen Prinzipien der Objektiven Hermeneutik (Kontextfreiheit, Wörtlichkeit, Sequenzialität, Extensivität und Sparsamkeit) und ihre jeweilige Funktion im Prozess der Textinterpretation. Beispiele verdeutlichen anschaulich die Vorgehensweise und geben Anregungen für eigene Forschungsarbeiten.
Jörn Ketelhut (JK)
Dr., Dipl.-Politikwissenschaftler, wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 1.2 Empfohlene Zitierweise: Jörn Ketelhut, Rezension zu: Andreas Wernet: Einführung in die Interpretationstechnik der Objektiven Hermeneutik Wiesbaden: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21274-einfuehrung-in-die-interpretationstechnik-der-objektiven-hermeneutik_24830, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 24830 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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