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/ 18.06.2013
Detlef Hartmann

"Empire" Linkes Ticket für die Reise nach rechts. Umbrüche der Philosophiepolitik - Hardt/Negri, Sloterdijk, Foucault

Berlin/Hamburg/Göttingen: Assoziation A 2002 (Materialien für einen neuen Antiimperialismus: Sonderheft); 196 S.; 12,- €; ISBN 3-935936-15-X
Dieses Buch ist wieder einmal ein Beleg für die maßlose Kritik, mit der in der radikalen linken Szene jeder mutmaßliche Abweichler bedacht wird. Der Kölner Rechtsanwalt Hartmann, der sonst unter anderem in den „Materialien für einen neuen Antiimperialismus" veröffentlicht, polemisiert gegen die Bücher „Empire" von Hardt und Negri sowie „Regeln für den Menschenpark" von Sloterdijk. Der „sozialrevolutionäre Widerstand" (14) sei ihnen ein Nichts. Vielmehr seien sie zu verstehen als der „philosophiepolitische Ausdruck der wirklichen Bewegung der kapitalistischen Verwertungsstrategien aus der Krise des Fordismus auf ein neues Niveau wertschöpfender Unterwerfung im Weltmaßstab" (15). In diesem Vokabular geht es in Bandwurmsätzen durch das ganze Buch, wobei Hartmann auch noch allen Ernstes diskutiert, ob es sich bei „Empire" um ein „faschistoides Experiment" (152) handelt. Aber so weit sollte man in diesem linksradikalen Pamphlet eigentlich gar nicht lesen.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.43 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Detlef Hartmann: "Empire" Berlin/Hamburg/Göttingen: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17960-empire_20732, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20732 Rezension drucken
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