/ 20.06.2013
Fritz Bringmann
Erinnerungen eines Antifaschisten 1924-2004
Hamburg: Konkret Literatur Verlag 2004; 255 S.; 14,50 €; ISBN 3-89458-231-6In seiner sehr detaillierten Autobiografie schildert der heute über 80-jährige Autor die Stationen und politischen Kämpfe seines bewegten Lebens, wobei der zeitliche Schwerpunkt auf der Kriegs- und Nachkriegszeit liegt. Bringmann wurde als 16-jähriger wegen des Schreibens von politischen Parolen verhaftet. Es folgte eine jahrelange Odyssee durch verschiedene Konzentrationslager und Gefängnisse, unterbrochen durch kurze Phasen der Freiheit, in denen er sich immer wieder politisch betätigte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges arbeitete das KPD-Mitglied am Aufbau von FDJ-Gruppen; bis zum Verbot der Partei 1956 war er in der KPD politisch aktiv. Danach wurde er für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes sowie in deren Nachfolgeorganisation, dem Bund der Antifaschisten, tätig. Dabei engagierte sich Bringmann besonders für die Errichtung einer Gedenkstätte im ehemaligen KZ Neuengamme. Die sehr sachliche, manchmal fast schon distanzierte Form, in der der Autor in schlichten Worten Grauenhaftes beschreibt, macht die besondere Authentizität und Eindringlichkeit des Buches aus.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3 | 2.35 | 2.312 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Fritz Bringmann: Erinnerungen eines Antifaschisten 1924-2004 Hamburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22311-erinnerungen-eines-antifaschisten-1924-2004_25449, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25449
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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