/ 18.06.2013
Massimo Ferrari
Ernst Cassirer. Stationen einer philosophischen Biographie. Von der Marburger Schule zur Kulturphilosophie. Aus dem Italienischen übersetzt von Marion Lauschke
Hamburg: Felix Meiner Verlag 2003 (Cassirer-Forschungen 11); XVI, 366 S.; kart., 32,- €; ISBN 3-7873-1636-1Der Band enthält die 1996 auf Italienisch erschienenen Studien, die zum größeren Teil in anderer Fassung bereits vorher veröffentlicht waren. Es liegt also keine Monografie aus einem Guss zur philosophischen Entwicklung Cassirers vor und mithin auch keine „Gesamtbetrachtung" (VIII) des Spätwerks. Die Einzelstudien sind durch die Beleuchtung eines Themas aus verschiedenen Perspektiven gekennzeichnet: So kommt bei der Auseinanderlegung des Treffens von Cassirer und Heidegger in Davos auch die Konfrontation zweier politischer Sichtweisen zur Sprache. Der Aufsatz „Freiheit, Idee, Form" behandelt u. a. Cassirers Stellung zur Nation in der Spannung zwischen den Standpunkten Bauchs, Cohens und Natorps. Hier findet sich auch ein Abschnitt zu dem 1916 veröffentlichten Kapitel „Freiheitsidee und Staatsidee", in dem Cassirer Fragen staatlicher Legitimation angeht.
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Rubrizierung: 5.46
Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Massimo Ferrari: Ernst Cassirer. Stationen einer philosophischen Biographie. Hamburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19190-ernst-cassirer-stationen-einer-philosophischen-biographie_22285, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 22285
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