/ 21.06.2013
Christian Würdemann
Europäische Integration und äußere Sicherheit. Kompetenzverteilung zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung
Berlin: Verlag Dr. Köster 2008 (Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik 28); VIII, 309 S.; 29,80 €; ISBN 978-3-89574-659-8Diss. Potsdam; Gutachter: O. Keck, G. Kirsch. – Mit den Verträgen von Maastricht, Amsterdam und Nizza hat sich die Europäische Union in verstärktem Maße zu einem sicherheitspolitischen Akteur entwickelt. Sollte die EU darüber hinaus weitere sicherheitspolitische Kompetenzen erhalten beziehungsweise welche sollten bei den Mitgliedstaaten verbleiben? Genau diese Fragestellung nimmt Würdemann auf, indem er aus wirtschafts- und politikwissenschaftlicher Sicht eine optimale vertikale Kompetenzverteilung im Allgemeinen sowie im Bereich der äußeren Sicherheitspolitik innerhalb der EU im Besonderen untersucht. Dabei gelangt der Autor nicht zu einer eindeutigen Aussage für oder gegen eine Zentralisierung, denn demokratietheoretische und politökonomische Ansätze liefern Argumente sowohl für eine zentrale als auch eine dezentrale Allokation verteidigungspolitischer Kompetenzen. Dennoch empfiehlt Würdemann eine „stufenweise Zentralisierung der verteidigungspolitischen Kompetenzen“ (268) bei der EU und skizziert ein Drei-Stufen-Modell zur Entwicklung einer Europäischen Sicherheits- und Verteidigungsunion.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.6 | 3.1 | 4.3 | 4.2
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Christian Würdemann: Europäische Integration und äußere Sicherheit. Berlin: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29649-europaeische-integration-und-aeussere-sicherheit_35100, veröffentlicht am 13.01.2009.
Buch-Nr.: 35100
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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