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/ 11.06.2013
Thomas Seibert

Existenzialismus

Hamburg: Rotbuch Verlag 2000 (Rotbuch 3000); 96 S.; brosch., 7,62 €; ISBN 3-434-53511-X
Das Buch versucht, anschaulich und übersichtlich die Denkbewegungen und Entwicklungslinien des Existenzialismus im 20. Jahrhundert nachzuzeichnen. Der knappe Text wird durch eine Vielzahl von Bildern, Randbemerkungen und eingefügten Zitaten aufgelockert. Neben der ersten Klärung wichtiger existenzphilosophischer Begriffe werden neben den Philosophen Stirner, Kierkegaard, Nietzsche, Heidegger oder Sartre auch Künstler wie Giacometti und Bacon sowie Literaten wie Camus oder Malraux genannt. Seibert bettet die Geschichte des Existenzialismus in die Auseinandersetzung um Moderne und Postmoderne sowie die politischen Umwälzungen um Emanzipation in den späten Sechzigerjahren ein. Sein Resümee: "Der Existentialismus gibt keine Antwort auf diese Fragen, sondern zeigt, wo sie zu finden ist: in der stets neu zu knüpfenden Verbindung zwischen der Änderung des Lebens und der Veränderung der Welt, in der jede und jeder mit sich den Anfang machen muss." (91)
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 5.465.1 Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Thomas Seibert: Existenzialismus Hamburg: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9351-existenzialismus_15627, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 15627 Rezension drucken
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