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/ 20.06.2013
Volker Reinhardt

Francesco Guicciardini (1483-1540) Die Entdeckung des Widerspruchs

Göttingen: Wallstein Verlag 2004 (Kleine politische Schriften 13); 208 S.; geb., 24,- €; ISBN 3-89244-805-1
Der in- und außerhalb Italiens kaum bekannte Florentiner Guicciardini sei einer der bedeutendsten politischen und historischen Denker seiner Zeit gewesen, schreibt Reinhardt. Mit seinem Buch will der Schweizer Professor für Geschichte das Denken Guicciardinis in seinem historischen Kontext ausdeuten. Dabei stellt er einerseits Bezüge zu den konfliktreichen historischen Ereignissen, andererseits zum Denken von Guicciardinis Zeitgenossen wie etwa Machiavelli oder Vetori her. Der Autor ist der Auffassung, dass trotz aller Unterschiede zwischen damals und heute auch Ähnlichkeiten der Lebenswelten zu konstatieren seien. Dementsprechend arbeitet er die Aktualität und Gültigkeit zentraler Ideen Guicciardinis heraus. Die Lektüre der komplexen Zusammenhänge wird durch Grundkenntnisse über die historischen Entwicklungen und geistesgeschichtlichen Grundlagen der Renaissance deutlich erleichtert.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.32 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Volker Reinhardt: Francesco Guicciardini (1483-1540) Göttingen: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22678-francesco-guicciardini-1483-1540_25881, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25881 Rezension drucken
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