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/ 11.06.2013
Marta Kos

Frauenschicksale in Konzentrationslagern

Wien: Passagen Verlag 1998 (Passagen Zeitgeschehen); 223 S.; brosch., 48,- DM; ISBN 3-82165-318-1
Die Jüdin Kos, die selbst drei Jahre lang in den Konzentrationslagern von Theresienstadt und Auschwitz interniert war, hat in dieser 1948 an der Prager Karlsuniversität eingereichten Arbeit wissenschaftliche Analyse mit persönlicher Erfahrung verbunden. Im Mittelpunkt steht die wissenschaftliche Bearbeitung der in den Konzentrationslagern von Theresienstadt und Auschwitz erlebten Furcht mit den in der unmittelbaren Nachkriegszeit verfügbaren Mitteln. Die Autorin konnte dafür Erfahrungen von 60 weiblichen Mithäftlingen auswerten, deren Fallberichte aus jeweils einer Vorgeschichte, einem Erlebnisbericht über die Lagerzeit und einer Katamnese nach zwei Jahren bestanden. Kos unternimmt umfassende psychologische Persönlichkeitsanalysen weiblicher Häftlinge und stellt zugleich die spezifischen Lebensbedingungen internierter Frauen im Lager dar.
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.3122.36 Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Marta Kos: Frauenschicksale in Konzentrationslagern Wien: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9886-frauenschicksale-in-konzentrationslagern_11660, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11660 Rezension drucken
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