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/ 21.06.2013
Jean-Jacques Rousseau

Friedensschriften. Französisch – Deutsch. Übersetzt, mit einer Einleitung und Anmerkungen hrsg. von Michael Köhler

Hamburg: Felix Meiner Verlag 2009 (Philosophische Bibliothek 606); LXXIX, 127 S.; Ln., 32,90 €; ISBN 978-3-7873-1945-9
Die am Ende des „Contrat Social“ angekündigten Ausführungen zum Völkerrecht hat Rousseau in keiner eigenständigen Publikation mehr niedergelegt. Obwohl daher seine völkerrechtlichen Überlegungen Torso geblieben sind, lassen sie sich am ehesten anhand seiner Friedensschriften „Extrait du Projet de Paix Perpétuelle de Monsieur L'Abbé de Saint-Pierre“ (geschrieben 1756/veröffentlicht 1761) und „Jugement sur la Paix Perpétuelle“ (geschrieben 1756/posthum veröffentlicht 1782) erkennen. Wie bereits Rousseaus erster Herausgeber de Bastide bemerkte, handelt es sich hier weniger um einen Abriss der Friedenspläne von Abbé de Saint-Pierre aus dem Jahre 1712/17 denn um Rousseaus eigene Position im Lichte seiner Zivilisationskritik und seiner Vertragstheorie. Die in dieser zweisprachigen Ausgabe enthaltenen Texte sind bisher nicht als Einzelausgaben in deutscher Sprache erschienen und wurden von Michael Köhler, der in seiner umfangreichen und profunden Einleitung Rousseau zwischen Hobbes, Abbé de Saint-Pierre und Kant verortet, neu übersetzt. Angemerkt sei, dass in den Kontext der Friedensschriften auch das hier leider nicht mit aufgeführte Fragment „De l'état de guerre“ gehört.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 5.33 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Jean-Jacques Rousseau: Friedensschriften. Hamburg: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/31741-friedensschriften_37825, veröffentlicht am 10.03.2010. Buch-Nr.: 37825 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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