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/ 20.06.2013
Siamend Hajo / Carsten Borck / Eva Savelsberg / Şukriye Dogan (Hrsg.)

Gender in Kurdistan und der Diaspora

Hamburg/Münster: Unrast 2004 (Beiträge zur Kurdologie 6); 349 S.; brosch., 24,- €; ISBN 3-89771-014-5
Kurdische Frauen im Exil sind doppelt ausgegrenzt: als Migrantin befinden sie sich am Rand der Mehrheitsgesellschaft, als Frau am Rande ihrer eigenen Gemeinschaft. Ihre Lebenswelten und Wertvorstellungen sowie ihre Erfahrungen und Handlungsspielräume sind Gegenstand des interdisziplinär angelegten Bandes, der verschiedene Aspekte der Geschlechterbeziehungen in der kurdischen Diaspora thematisiert. Neben Analysen zur Diskrepanz von Nationalbewegung und Frauenbewegung sowie zum Wertkonzept von Ehre und Schande innerhalb der PKK/KADEK finden sich Beiträge über die Bedingungen und Erfahrungen der kurdischen Diaspora in England, Australien, Norwegen, Schweden und Deutschland. Dabei zeigen sich Hinweise darauf, dass die vergleichsweise migrationsfreundliche multikulturelle Politik Australiens und Schwedens zu größerer Zufriedenheit und Identifikation mit dem Aufnahmeland beiträgt als es etwa in Deutschland der Fall ist. Ein weiterer Beitrag bezieht sich direkt auf Kurdistan, dabei geht es um die Beteiligung von Frauen im organisierten Widerstand im irakischen Kurdistan in den 80er-Jahren.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.272.632.254.422.2632.343 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Siamend Hajo / Carsten Borck / Eva Savelsberg / Şukriye Dogan (Hrsg.): Gender in Kurdistan und der Diaspora Hamburg/Münster: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22784-gender-in-kurdistan-und-der-diaspora_26014, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 26014 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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