/ 20.06.2013
Boris Barth
Genozid. Völkermord im 20. Jahrhundert. Geschichte, Theorien, Kontroversen
München: C. H. Beck 2006 (Beck'sche Reihe 1672); 271 S.; 14,90 €; ISBN 978-3-406-52865-1Genozid gilt als das „Verbrechen aller Verbrechen“. Barth stellt kritisch dar, was unter Völkermord zu verstehen ist und worin er sich von Massakern, „ethnischen Säuberungen“, der Verfolgung politischer Gegner und anderen Formen staatlicher Massengewalt unterscheidet. Diese Fragen werden an konkreten historischen Fällen von Völkermord veranschaulicht: an der Ermordung der europäischen Juden im Nationalsozialismus, am Völkermord an den Armeniern und an den Vorgängen in Ruanda 1994. Auch werden Fälle untersucht, in denen Genozidverdacht besteht: der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Herero, die stalinistischen Verbrechen und das Regime der Roten Khmer. Abschließend fragt Barth, ob es Frühwarnsignale gibt, die helfen, einen entstehenden Genozid zu erkennen und ihn möglicherweise bereits im Ansatz zu verhindern. Barth lehrt Geschichte an der Universität Konstanz.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.25 | 2.23 | 4.1 | 4.3 | 2.63 | 2.312 | 2.67
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Boris Barth: Genozid. München: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25780-genozid_29926, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29926
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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