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/ 21.06.2013
Jürgen Carsten

Gerecht ist ... Die Gerechtigkeitstheorie von John Rawls – eine kritische Würdigung

Marburg: Tectum Verlag 2008 (Philosophie 7); 103 S.; 24,90 €; ISBN 978-3-8288-9775-5
Carsten will sowohl die Grundlagen der Rawls’schen Gerechtigkeitskonzeption in den klassischen Moralphilosophien, seine Prämissen und wesentlichen Inhalte als auch die auf die 1971 veröffentlichte „Theory of Justice“ folgenden Einwände und Weiterentwicklungen durch andere Wissenschaftler darstellen. Welche konkrete Fragestellung dieser Untersuchung zugrunde liegt, bleibt aber offen. Die Kürze der Arbeit unterstützt den Eindruck einer fehlenden inhaltlichen Vertiefung. Dabei ist nicht nur die ideengeschichtliche Basis u. a. bei Hobbes und Rousseau im Übermaß verkürzt, sondern auch die Kritiken an Rawls werden nur eingeschränkt wiedergegeben. Unverständlich bleibt der Sinn der abschließenden Diskussion, historische Beispiele für den Schleier des Nichtwissens zu finden, bzw. die Rawls’schen Ansätze nicht als vertragstheoretische Ansätze zu klassifizieren, da diese nicht zu einem Ende geführt wird. Der Gedanke des Autors, die Gerechtigkeitserzeugungstheorie von Rawls in die Diskussion des Verhältnisses zwischen Recht und Sittlichkeit einzuordnen und aus dieser wesentliche Ansätze seines Protagonisten pointiert herauszuarbeiten, zudem auf aktuelle Fragen einzugehen, war vor diesem Hintergrund nur um den Preis der Vereinfachung umzusetzen.
Ellen Thümmler (ET)
Dr., Politikwissenschaftlerin, wiss. Mitarbeiterin, Institut für Politikwissenschaft, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 5.46 Empfohlene Zitierweise: Ellen Thümmler, Rezension zu: Jürgen Carsten: Gerecht ist ... Marburg: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/30326-gerecht-ist-_35989, veröffentlicht am 17.03.2009. Buch-Nr.: 35989 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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