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/ 21.06.2013
Friedrich Müller

Gerechtigkeit als "Die Unruh im Uhrwerk" Debatten, Gespräche, Aufsätze zu Rechtstheorie, Rechtslinguistik und Methodik, zu Verfassungslehre und Verfassungsvergleichung

Berlin: Duncker & Humblot 2009 (Schriften zur Rechtstheorie 242); 280 S.; 58,- €; ISBN 978-3-428-12946-1
Die strukturierende Rechtlehre, wie sie maßgeblich von Müller entwickelt wurde, ist einer der wichtigsten rechtstheoretischen Ansätze, die sich sprachphilosophisch orientierend gleichermaßen vom Rechtspositivismus wie von der rechtsethischen Jurisprudenz verabschieden. Die vorliegende Sammlung der nur teilweise bereits erschienenen Interviews, Diskussionsrunden und Aufsätze bietet nicht nur dem rechtstheoretischen Laien die Möglichkeit, sich gerade über die Gespräche einen Überblick über die Rechtslinguistik zu verschaffen, sondern kann auch als Beitrag zur materialistischen Verfassungstheorie, vergleichenden Verfassungsdogmatik, Menschenrechtdebatte, Demokratietheorie und Gerechtigkeitsdiskussion gelesen werden. Insbesondere die Aufsätze des Bandes sollten auf politologisches Interesse stoßen, da Müller hier seinen rechtstheoretischen Ansatz in Beziehung zu politiktheoretischen Veränderungen (Krise des Materialismus, linguistic turn) und gesellschaftspolitische Entwicklungen (Globalisierung, Transnationalität) setzt.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 5.445.335.412.214.422.65 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Friedrich Müller: Gerechtigkeit als "Die Unruh im Uhrwerk" Berlin: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/30765-gerechtigkeit-als-die-unruh-im-uhrwerk_36558, veröffentlicht am 16.06.2009. Buch-Nr.: 36558 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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