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/ 11.06.2013
Martin Sabrow (Hrsg.)

Geschichte als Herrschaftsdiskurs. Der Umgang mit der Vergangenheit in der DDR

Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag 2000 (Zeithistorische Studien 14); 330 S.; geb., 68,- DM; ISBN 3-412-13798-7
Gegenstand dieses Bandes sind die Denkmuster und Leitbilder, mit denen unter den Bedingungen einer sozialistischen Diktatur Vergangenheit in Geschichte verwandelt wurde. Die Autoren thematisieren Zensurpraktiken und Herrschaftswissen, filmische Kriegserinnerungen und wissenschaftliche Meistererzählungen, um hinter den unterschiedlichen Präsentationsformen und Gattungen die gemeinsamen Ordnungsvorstellungen und Konstruktionsgrenzen zu ermitteln, die die historische Wirklichkeit der DDR ausmachten. Aus dem Inhalt: Martin Sabrow: Einleitung: Geschichtsdiskurs und Doktringesellschaft (9-35); Thomas Heimann: Erinnerung als Wandlung: Kriegsbilder im frühen DDR-Film (37-85); Christoph Classen: Vom Anfang im Ende: "Befreiung" im Rundfunk (87-118); Simone Barck: Widerstands-Geschichten und Helden-Berichte. Momentaufnahmen antifaschistischer Diskurse in den fünfziger Jahren (119-173); Siegfried Lokatis: Geschichtswerkstatt Zensur (175-225); Martin Sabrow: Planprojekt Meistererzählung. Die Entstehungsgeschichte des "Lehrbuchs der deutschen Geschichte" (227-286); Joachim Petzold: "Meinungsstreit" im Herrschaftsdiskurs (287-314).
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.314 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Martin Sabrow (Hrsg.): Geschichte als Herrschaftsdiskurs. Köln/Weimar/Wien: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10536-geschichte-als-herrschaftsdiskurs_12457, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12457 Rezension drucken
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