/ 05.06.2013
Martin Gilbert
Geschichte des 20. Jahrhunderts. Dritter Band: 1933-1941. Aus dem Englischen von Udo Rennert
München: List Verlag 1999; 573 S.; geb., 58,- DM; ISBN 3-471-79384-7Die von Gilbert präsentierte historische Einteilung seiner Darstellung folgt den klassischen Vorgaben: Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 wird der Totalitarismus endgültig zur bestimmenden politischen Erscheinung in Europa. 1941 weitet sich der europäische Krieg Hitlers und der pazifische Krieg Japans durch den Kriegseintritt der USA endgültig zu einem Weltkrieg aus. Gilbert gliedert seine Arbeit streng chronologisch, wobei die Vorgeschichte und erste Phase des Zweiten Weltkrieges einen breiten Raum einnimmt. Als Ergebnis bietet Gilbert eine Art chronologische Synopse, da er sich bemüht, die Brennpunkte seiner Geschichte des vergangenen Jahrhunderts einzeln anzusprechen. Insofern gibt es zwar keine durchgehende Darstellung, was aber keineswegs der interessanten Lektüre abträglich ist, denn die allen Kapiteln unterlegte Perspektive (die Welt vor dem Krieg, die Welt im Krieg) bildet eine ausreichende Klammer für die unterschiedlichen, länderspezifischen Entwicklungen und Ereignisse.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.312
Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Martin Gilbert: Geschichte des 20. Jahrhunderts. München: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6665-geschichte-des-20-jahrhunderts_8996, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8996
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Dr., Historiker.
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