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/ 21.06.2013
Manfred Böttcher

Gratwanderungen einer Freikirche im totalitären Regime. Die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in der DDR von 1945 bis 1990

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2006 (Friedensauer Schriftenreihe: Reihe B, Gesellschaftswissenschaften 9); 219 S.; brosch., 39,- €; ISBN 978-3-631-54797-7
Böttcher war 1969 bis 1982 Verbandsvorsteher der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in der DDR sowie von 1982 bis 1990 Direktor des Theologischen Seminars dieser Glaubensgemeinschaft. Er berichtet als Zeitzeuge von den Schwierigkeiten, mit denen seine Gemeinschaft in der DDR konfrontiert war. In seiner Bewertung betont er, dass für ihn und andere Gläubige nicht die Behinderungen durch das Regime die Erinnerungen prägten, sondern das positive Gefühl, auch unter schwierigen Bedingungen in einer Gemeinschaft gelebt zu haben. Den Adventisten sei es nicht vorrangig darum gegangen, sich als Freikirche gegenüber einem atheistischen Staat zu verteidigen oder gegen diesen zu opponieren, sondern andere Menschen mit dem Evangelium bekannt zu machen. Deshalb habe man sich in Maßen an das SED-System angepasst.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.314 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Manfred Böttcher: Gratwanderungen einer Freikirche im totalitären Regime. Frankfurt a. M. u. a.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26074-gratwanderungen-einer-freikirche-im-totalitaeren-regime_30326, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 30326 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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